Dummheit manifestiert sich natürlich nicht nur in Worten. Nicht wenige Zeitgenossen legen ein überaus dämliches Verhalten an den Tag, und hin und wieder bezahlt es einer sogar mit dem Leben.
Jeder, der sich durch eigene Dummheit selbst aus dem Genpool entfernt, ist ein Anwärter auf einen Darwin Award, ein Preis der natürlich in aller Regel posthum verliehen wird. Seltene Ausnahmen kann es geben, wenn die Dummheit nur einen Verlust der Reproduktionsfähigkeit bewirkt hat.
Benannt ist der Preis nach Charles Darwin, der das Prinzip der natürlichen Auslese als Motor der Evolution ausgemacht hat. Survival of the fittest hat er das plakativ genannt. Wer sich sebst aus der Evolution herauskatapultiert, dem gebührt also die Ehre, die Entwicklung der menschlichen Rasse ein Stückchen vorangebracht zu haben.
Hier nur ein kleines Beispiel für einen würdigen Preisträger von 1990:
Ein Möchtegern-Krimineller aus Washington hat sich für seinen ersten Überfall ausgerechnet ein Waffengeschäft ausgesucht. Es stört ihn auch nicht im Geringsten, dass ein Polizeiwagen direkt vor der Tür parkt. Der Laden ist gut besucht von Kunden, die ein Faible für Feuerwaffen haben. Der uniformierte Polizist aus dem Wagen vor der Tür lehnt am Tresen und schlürft einen Kaffee, den ihn der Verkäufer angeboten hat.
Spätestens jetzt hätte unser Held besser auf dem Absatz kehrt machen sollen. Aber was macht der Gute? Er zückt seine Knarre und feuert wild um sich. Polizist und Verkäufer feuern natürlich umgehend zurück und bringen ihn zur Strecke. Es gab keine weiteren Verletzten.
Die Homepage des Darwin Awards ist allerdings in englischer Spache. Es gibt zwar eine deutsche Übersetzung, aber nur bis zum Jahr 2000.